O2 - Innovatives Interventionsprogramm

Das im I-YES-Projekt entwickelte Interventionsprogramm setzt sich aus Einzel- und Gruppenaktivitäten zusammen. Das Hauptziel dieser Übungen besteht darin, die Jugendlichen und jungen Heranwachsenden dabei zu unterstützen, deren sozial-emotionale Kompetenz zu festigen und weiter auszubauen. Dadurch soll der Zielgruppe zu einem besseren schulischen Leistungsvermögen verholfen werden, indem sie u. a. lernen ihre Motivation beizubehalten, ein Bewusstsein dafür entwickeln, warum Schule/Ausbildung wichtig ist, in der Klasse/während der Ausbildung ein verbessertes Verhalten zeigen sowie ihre Emotionen besser handhaben. Die verschiedenen Aktivitäten des I-YES-Projekts legen daher auf folgende Bereiche einen besonderen Schwerpunkt: - Erster Bereich: Personaler Bereich (i); Der personale Bereich richtet seine Aufmerksamkeit vor allem auf die Fähigkeit zur eigenen Selbstwahrnehmung sowie auf die Fähigkeit zur Kontrolle eigener Emotionen. - Zweiter Bereich: Interpersonaler Bereich (ii); Der Interpersonale Bereich legt seinen Schwerpunkt auf das Verhältnis einer Person zu anderen Personen. - Dritter Bereich: Gesellschaftlicher Bereich (iii). Der Gesellschaftiche Bereich konzentriert sich vor allem auf die Fähigkeit der Beachtung verschiedener Faktoren während der Entscheidungsfindung (moralische und ethische Standards, Sicherheitsaspekte, gesellschaftliche Normen, reflektives Vorgehen). Daneben spielt die Stärkung interkultureller Kompetenzen und des Umweltbewusstseins hier eine große Rolle.

Dabei gilt es anzumerken, dass die jeweiligen Bereiche und die dazugehörigen Fähigkeiten nicht strikt voneinander getrennt werden können. Im Gegenteil, viel eher können die jungen Menschen ihre personalen Kompetenzen auch dann stärken, wenn sie beispielsweise eine Aktivität aus dem gesellschaftlichen Bereich zu Ende bringen, indem sie währenddessen stets einen Fokus auf die eigenen Gefühle legen, die sie währendessen empfinden. Die Aufteilung in die drei Bereiche basiert demnach auf rein didaktischen Gründen, da die Bereiche in der Realität in einer interdependenten Beziehung zueinander stehen und alle von Bedeutung für das sozial-emotionale Lernen sind.